KSA Jahresbericht 2025

Entwicklung und Ausblick

Dr. Markus Meier, Chief Executive Officer und Dr. Daniel Lüscher, Verwaltungsratspräsident

Kantonsspital Aarau mit erfreulichem Geschäftsjahr

Das Kantonsspital Aarau (KSA) hat im Geschäftsjahr 2025 die im Vorjahr eingeleitete Neuausrichtung eindrücklich bestätigt: Mit 33 236 stationär behandelten Patientinnen und Patienten erreichte das KSA einen neuen Rekord. Phasenweise betrug die Bettenauslastung nahezu 100 Prozent. Hinzu kamen 688 099 ambulante Behandlungen. Noch nie zuvor wurden im KSA so viele Menschen behandelt. Diese Entwicklung unterstreicht das Vertrauen der Bevölkerung in die rund um die Uhr für alle verfügbare medizinische Versorgung am KSA.

Auch finanziell setzte sich der positive Trend fort: Das KSA erzielte im Kerngeschäft einen bemerkenswerten Gewinn von 24 Millionen Franken. Das entspricht 15,9 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Die damit erreichte EBITDA-Marge von 8,2 % liegt klar über der derzeitigen Vorgabe der Eigentümerstrategie des Kantons von 6,0 Prozent sowie über dem budgetierten Wert von 6,2 Prozent. Damit ist das KSA auf einem guten Weg in Richtung der langfristig notwendigen Zielgrösse des Eigentümers von 10,0 Prozent.

Effizienzmassnahmen zeigen Wirkung

Dieses erfreuliche Ergebnis ist kein Zufall, sondern das Resultat strategischer und operativer Entscheide und
des ausserordentlichen Engagements der Belegschaft. Die im Vorjahr erarbeitete neue Unternehmensstrategie wurde 2025 implementiert, und aufgegleiste Effizienzmassnahmen zeigten Wirkung. Bewährte Stärken des Hauses wurden gezielt weiterentwickelt, gleichzeitig brachten Neuzugänge auf Stufe Chefärztinnen und Chefärzte zusätzliche Dynamik. Dies ermöglichte neue medizinische Schwerpunkte und stärkte die fachliche Kompetenz des KSA weiter – beispielsweise in der roboterassistierten Chirurgie. Die renommierten Zugänge zeigen die ungebrochene Attraktivität des KSA.

Besonders hervorzuheben ist das enge Zusammenspiel der Kliniken im Sinne einer täglich gelebten Interdisziplinarität. Diese ist ein zentrales Element der neuen KSA-Strategie und sowohl medizinisch als auch
unternehmerisch eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Zukunft – nicht zuletzt im Hinblick auf
den Neubau. Der vorliegende Jahresbericht belegt eindrücklich, dass sich diese Zusammenarbeit positiv auf
Qualität, Prozesse und Wirtschaftlichkeit auswirkt. 

Zur strategischen Weiterentwicklung gehören auch Kooperationen. Ein besonderes Highlight stellt die Gründung des gemeinsamen Vereins Health Innovation Hub Aargau dar, zusammen mit dem Kantonsspital Baden, der Stadt Baden und der Standortförderung Aargau.

Geschäftsleitung reorganisiert

Ein weiterer zentraler Schritt im Berichtsjahr war die Reorganisation der Geschäftsleitung (GL). Mit der Vervollständigung der verkleinerten GL sowie der gezielten Verschlankung der Führungsstrukturen hat der
Verwaltungsrat 2025 entscheidende Voraussetzungen für mehr Effizienz, Agilität und Entscheidungsklarheit
geschaffen.

Die neue Führungsstruktur ermöglicht kürzere Entscheidungswege, eine stärkere strategische Fokussierung
und eine klarere Rollen- und Verantwortungsverteilung. Erste positive Effekte zeigten sich bereits im
Berichtsjahr in einer verbesserten Steuerungsfähigkeit und einer höheren organisatorischen Wirksamkeit. Davon profitieren insbesondere die Mitarbeitenden, die in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld auf klare Führung, Verlässlichkeit und schnelle Entscheidungen angewiesen sind.

Die guten Ergebnisse im Geschäftsjahr 2025 basieren aber primär auf dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeitenden. Ihnen gebührt ein grosses Dankeschön. Dass das KSA 2025 so viele Patientinnen und Patienten in höchster Qualität behandeln konnte, ist in erster Linie ihrem leidenschaftlichen Engagement, ihrer Flexibilität und ihrer Professionalität zu verdanken. Erfreulicherweise verzeichnete das KSA 2025 auch positive Entwicklungen bei der Rekrutierung. Offene Stellen lassen sich wieder schneller besetzen, was dazu beiträgt, den Fachkräftemangel zu entschärfen, die Teams zu entlasten und somit auch zu stabilisieren. 

2026: Die Transformation geht weiter

Auch im Jahr 2026 verfolgt das Kantonsspital Aarau den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung setzen dabei klare strategische Schwerpunkte. Ein zentrales Thema bleibt die Qualität: Obwohl das KSA mehrfach ausgezeichnet und umfassend zertifiziert ist, erachten wir es als Pflicht unseren Patientinnen und Patienten gegenüber, immer besser zu werden. Gleichzeitig wollen wir einen besonderen Fokus auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit sowie auf die nachhaltige Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität legen. Ziel ist es, attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen für die Mitarbeitenden zu schaffen und gleichzeitig die langfristige finanzielle Leistungsfähigkeit des Spitals sicherzustellen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Transformation ist die intensive Vorbereitung auf den Umzug in den Neubau «Dreiklang», die bereits auf Hochtouren läuft. Mit dem neuen Spital wird die historisch gewachsene Pavillonstruktur, die seit 1887 Bestand hatte, abgelöst. Damit wird 2026 die Basis für das Spital der Zukunft gelegt und eine neue Ära für das Kantonsspital Aarau eingeläutet.

Die positive Entwicklung unterstreicht das Vertrauen der Bevölkerung in unsere medizinische Versorgung - jederzeit, für alle.

 

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