Am KSA ist in der Radio-Onkologie erfolgreich eine postoperative interstitielle Brachytherapie bei einem Keloid durchgeführt worden. Unseres Wissens ist das Radio-Onkologie-Zentrum Mittelland damit die einzige Institution mit diesem Therapieangebot für Keloide in der Schweiz.
Bei einem Keloid handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der nach Verletzungen oder Operation durch überschiessendes Narbenwachstum entstehen kann. Keloide werden in der Regel chirurgisch entfernt und direkt im Anschluss an die Operation wird die frische Narbe bestrahlt, um eine erneute Keloidbildung zu verhindern. Bei der interstitiellen Brachytherapie wird eine radioaktive Quelle direkt in die frische Narbe eingebracht, um die Wucherung von Fibroblasten und damit die Narbenbildung zu hemmen Da die Strahlung bei der Brachytherapie nur eine geringe Eindringtiefe hat, ist diese Form der Keloidbestrahlung im Gegensatz zur Bestrahlung mittels externer Röntgenapparate besonders schonend, geht mit geringer Strahlenbelastung einher und ist deshalb auch bei jungen Patientinnen und Patienten gut möglich.
Die Behandlung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Plastische und Handchirurgie. Im konkreten Fall handelte es sich um die Behandlung eines Keloids hinter dem rechten Ohr einer Patientin.