Am KSA wurde erstmals eine kathetergestützte renale Denervation zur Behandlung der schweren, unkontrollierten Hypertonie durchgeführt. Der Eingriff erfolgte unter der Leitung von PD Dr. med. Kleinecke Caroline, Oberärztin und Dr. med. Riede Florian, Leitender Arzt der Kardiologie. Begleitet wurde der erste Eingriff vom Therapieteam des Medizintechnikherstellers Recor Medical, der als weltweit erstes Unternehmen die Ultraschalltechnologie für die renale Denervierung einsetzt.
Hypertonie betrifft in der Schweiz rund 1,5 Millionen Menschen und ist eine der Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die WHO schätzt, dass nur ein Drittel der Betroffenen ihren Bluthochdruck gut unter Kontrolle hat. Eine erhöhte Aktivität des sympathischen Nervensystems ist ein Schlüsselfaktor in der Krankheitsentwicklung.
Die renale Denervation unterbricht mittels Ultraschallenergie überaktive Nervenbahnen an den Nierenarterien. Die Methode wird von der Europäischen Hochdruckliga (ESH) als mögliche Ergänzung zur medikamentösen Therapie empfohlen. Studien belegen ihre Wirksamkeit, mit Komplikationsraten unter 0,5% und ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
«Mit diesem minimal-invasiven Verfahren können wir Patientinnen und Patienten, bei denen der Bluthochdruck trotz Medikamenteneinnahme nicht ausreichend eingestellt ist oder die die Medikamente nicht vertragen, eine zusätzliche Option bieten», erläutert PD Dr. med. Caroline Kleinecke.
Das KSA plant, diese Technologie in Zukunft regelmässig einzusetzen. Sie ist ein weiterer wichtiger Baustein in der modernen Bluthochdrucktherapie.